Gemeinschaftsschule mit Oberstufe Büdelsdorf

Musical 2011

Der kalte Garten

Plakat: Miriam Hail

Das Vorwort aus dem Programmheft

Schön, dass Sie da sind!

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Was wäre eine Aufführung ohne Publikum oder ein Publikum ohne Aufführung? Beides sind eigenartige, triste Vorstellungen, denn beides bedingt sich einander. Jeder Mensch und somit auch jeder Kunstschaffende braucht Anerkennung für das, was er aktiv tut und gleichzeitig braucht er erfüllende kulturelle Erlebnisse, um in sich Schönes zu erleben.

Schön, dass Sie da sind!

Das Schuljahr 2011/2012 neigt sich dem Ende, aber der musikalische Höhepunkt an der Heinrich-Heine-Schule, das Musical 2012, steht noch bevor. In diesem Jahr haben wir uns das Märchen „Die chinesische Nachtigall“ von H.-C. Andersen in einer Musical-Fassung von Schmittberger vorgenommen.

Es passt sich wunderbar in den aktuellen Länder-schwerpunkt China des SHMF ein. Ich freue mich sehr über diesen Schwerpunkt, denn China ist ein faszinierend fremdes Land, bei dem es sich lohnt, dass man sich mit ihm auseinandersetzt - so wird China eine echte Ansichtssache. Gerade Kultur hat die Eigenschaft, die Menschen besonders zu bewegen und somit auch in einen kulturellen Dialog zu initiieren. Schon Konfuzius schrieb der natürlichen Musik einen großen Einfluss zu, zum einen auf die innerliche Kultivierung der Menschen und ebenso auf den Staat.

Seit rund einem halben Jahr strömt ein asiatischer Hauch durch den Musikbereich. Das Stück besitzt Sprachwitz und ist musikalisch abwechslungs-reich. Von Anfang arbei- teten die verschiedenen Gruppen sehr konzentriert und motiviert an diesem Musical. Viele Schülerinnen und Schüler hatten in diesem Jahr den Musik-Kurs gewählt, weil sie gerne ein zweites Mal dabei sein wollten oder weil es ihnen von Mitschülern empfohlen worden ist. Aus den vergangenen Musical-projekten wissen die Schüler genau, was auf sie zukommt und so konnten wir in diesem Jahr gleich auf einem guten Niveau einsteigen. Das aktuelle Stück fordert von den Schauspielern allein den Textumfang betreffend sehr viel ab. Dazu kommt, dass man wesentlich mehr feine Details beachten muss, aber diese Aufgaben bewältigten die Schüler in beeindruckender Weise. Sie schlüpften schnell in ihre Rollen und erweckten das asiatische Musical mit seinen unterschiedlichen Charakteren immer stärker zum Leben. Aber trotz alledem steckt hinter einem solchen Projekt vielmehr als das, was man bei den Aufführungen am Ende sehen kann – diese sind im Grunde nur die Spitze des Eisberges. Darunter verbergen sich Qualitäten und Eigenschaften, die man durch den Probenprozess bei sich entdeckt und entwickelt und die sich dann auf alle Lebensbereiche der jungen Menschen auswirken.

In diesem Jahr wurde für mich immer deutlicher, dass das Musical an der HHS mittlerweile in den Köpfen der Schulgemeinschaft fest verankert ist und sich, zu meiner großen Freude, ein richtiges Netzwerk gebildet hat. Viele Eltern, Schüler, Freunde und Kollegen boten mir im Laufe des Schuljahres ihre Unter-stützung bei dem Musical-projekt an. So kam es, dass fast gänzlich alle Kostüme von dem WPK-Textiles Gestalten, Klasse 9/10, gefertigt worden sind oder die Idee von einer Making-Of-DVD von einem engagierten Schülerteam in die Tat umgesetzt wird.

In erster Linie soll die aktive Beschäftigung mit schöner Musik im Vordergrund stehen, aber natürlich wirkt Musik auf alle Bereiche des Menschen und so lassen sich zusätzlich auch weitere nützliche Argumente für die Durchführung solcher Musical-Projekte nennen: Prof. Werner Schepp (Uni Essen) sagte: „Beim Singen lernen die Schüler, auf andere zu hören, Rücksicht zu nehmen.“

Ich möchte nun abschließend noch allen helfenden Köpfen, Herzen und Händen für Ihre Unterstützung danken. Möge auch dieses Musikprojekt dazu beitragen, dass in allen Menschen eine lebenslange Liebe zur Musik entsteht.

Martin M. Seifert

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Inhalt des Musicals

Jeden Nachmittag verbringen Jakob und seine Freunde viele unbeschwerte Stunden in dem wunderbaren großen Park,

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Jeden Nachmittag verbringen Jakob und seine Freunde viele unbeschwerte Stunden in dem wunderbaren großen Park, der das unbewohnte Schloss am Rande der Stadt umgibt. Hier können sie ungestört spielen, herumtollen, Höhlen bauen, Drachen steigen lassen oder einfach nur im hohen Gras liegen und das Wolkentheater beobachten. Den Riesen, der einst in dem alten Schloss gewohnt hat, kennen die Jungen und Mädchen nur noch aus den spannenden und auch ein bisschen gruseligen Erzählungen ihrer Eltern; nie wären sie auf den Gedanken gekommen, dass der grimmige Hausherr jemals wieder nach Hause zurückkommen würde.
Doch eines Tages geschieht es: Der Riese kehrt von seiner langjährigen Reise heim, und als er die vielen spielenden Kinder in seinem Garten erblickt, wird er so zornig, wie nur ein Riese zornen kann. Wütend verjagt er die erschrockenen Kinder aus seinem Park und beschließt, dass niemals wieder ein Anderer als er selbst seinen Grund und Boden zu betreten hat. So baut er eine Mauer um sein Grundstück herum und stellt ein Schild auf, das allen Anderen den Zutritt bei Strafe verbietet.
Die Kinder sind sehr traurig darüber, von nun an nicht mehr in ihrem geliebten Garten spielen zu dürfen. Doch nicht nur sie bleiben dem Anwesen des eigensüchtigen Riesen fern, der seinen wunderschönen Park nur für sich allein haben will, sondern auch die Tiere mögen sich nicht mehr in dem Garten aufhalten. Dort ist mit dem Riesen eine eisige Kälte eingezogen.
Zunächst fällt es dem Hausherrn gar nicht auf, dass mit den Kindern und den Tieren auch alle Wärme aus seinem Grundstück verschwunden ist, denn er ist glücklich, all seinen Besitz mit niemandem teilen zu müssen. Als der Winter jedoch gar nicht enden will, obwohl eigentlich überall außerhalb der dicken Mauern des Parks schon der Sommer über das Land gezogen ist, beginnt der Riese, den Frühling zu vermissen.
Als dann Jakobs kleiner Vogel Pedi seinem Herrchen entwischt und zum Entsetzen des Jungen über die Mauer auf das Grundstück des Riesen fliegt, ist die Grenze übertreten – wird der Riese den Vogel bemerken? Wird Jakob versuchen, seinen kleinen Pedi zurückzuholen oder ist der Vogel verloren.

Friederike Seifert

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Besetzung

Die Besetzung von damals finden Sie hier.

Fotos 2011